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Vorweg eine kurze Anmerkung:Wer Bondage macht braucht dazu einen Partner, dem er vertrauen kann. Das gilt für beide Seiten. Wenn es Probleme in der Fesselung gibt und der passive Part z.B. sagt, daß seine Hände einschlafen, muß er sich darauf verlassen können, daß der aktive Part sofort reagiert und sich um die Hände kümmert. Umgekehrt muß sich der aktive Part darauf verlassen können, daß der passive Part sich sofort meldet, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist, denn nur so kann er auch auf Probleme reagieren. Ohne diese Sicherheit ist Vertrauen in einer Bondage Session nicht wirklich möglich. (Ach ja, manchmal ist der passive Part so weit weg in der Situation, daß er das Rückmelden vergisst, daher ist der aktive Part egal wie tief das Vertrauen ist, nie davon befreit, selbst zwischendurch nach dem Rechten zu sehen oder auch zu fragen).1. Tutorials - Standard Bondages1.1. Der Standard Knoten (geht natürlich auch an allen anderen Körperstellen) 1.2. Fesselung des Oberkörpers mit den Händen im Nacken ... 1.3.1. Fesselung des Oberkörpers mit den Händen auf dem Rücken ... (Version 1) 1.3.2. Fesselung des Oberkörpers mit den Händen auf dem Rücken (Version 2) und mehr 1.4. Suspension (nur ein Bein) 1.5. Tanuki - Wie man beginnt und wie es am Ende aussehen muß! 1.6. Wie man einen Dildo an einem Ropeharness befestigt 2. Tipps & TricksSeine Partnerin oder seinen Partner zu fesseln, muß nicht immer in der Realität passieren, sondern kann auch ein Spiel sein, welches eher in der Phantasie stattfindet. Manchmal erweisen sich Dinge, die aus der Phantasiewelt in der Realität umgesetzt werden, als wesentlich weniger aufregend. Das spricht weder gegen die Phantasien, noch gegen den Partner mit dem man diese Vorstellungen umsetzen wollte. Doch
oft ist es genau das, wonach wir uns gesehnt haben: Endlich mit eigenen
Augen zu sehen, mit den Händen greifen zu können, es am ganzen
Leib zu spüren. Nicht mehr Kopfkino, sondern Fleisch und Blut. Am
besten, wenn das Gegenüber genauso viel Lust hat, wie man selbst,
wenn es einsteigen kann zu der gemeinsamen erotischen Reise. Fesseln
aus erotischen, dekorativen, künstlerischen Motiven setzt voraus,
daß der Aktive weiß, was er tut und der Passive dem Aktiven
eine Chance gibt, seine Befindlichkeiten deutlich wahrzunehmen. Egal ob
man sich für Baumwollschals, Lederfesseln oder Seil entscheidet,
gewisse Grundkenntnisse über Sicherheit und Technik sollten vorhanden
sein. Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, eines der auf dem Markt befindlichen Bondage-Ratgeber zu lesen. Doch auch wenn wir alle Sicherheitsmaßnahmen bei unseren Spielen beherzigen, kann es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen, deren negative Folgen uns erst dann erschrecken, wenn es passiert ist. Das soll jetzt niemanden davon abhalten, weiterhin seinen Leidenschaften zu frönen, sondern dient eher als Hinweis, daß man nicht in Schreckstarre verfällt, wenn wider Erwarten etwas völlig daneben geht. Vor kurzem ist mir folgendes passiert: nach einer Bondage klagte eines meiner Bondageopfer über ein taubes Gefühl in der rechten Hand. Das Abschnüren der Oberarmaußenseiten durch die Seile bei einer durch Zug belasteten Oberkörperbondage kann die Blutzufuhr etwas beeinträchtigen. Das war mir bekannt. Deswegen sage ich vorher, daß ich es sofort wissen will, sobald jemand das Gefühl hat, die Hände oder Arme würden einschlafen. In diesem Fall lockere ich augenblicklich die Seile. Doch diesmal verlor sich die Taubheit nicht nach einigen Minuten, sondern blieb bestehen. Die rechte Hand war bewegungsunfähig. Die Frau ging nach einigen Tagen, in denen sich nichts besserte, zum Arzt. Der Arm wurde bandagiert. Letzten Endes mußte sie 6 Wochen ohne ihren rechten Arm auskommen, was sie natürlich ziemlich sauer auf mich machte. Passiert war folgendes: Der Nervenstrang, der sonst an der Innenseite des Oberarms verläuft, lag bei ihr ausnahmsweise mehr seitlich. Dadurch wurde dieser Nerv abgeklemmt und führte zu einer zum Glück nur zeitweisen Lähmung des Armes. Aber das hätte auch schlimmer werden ausgehen können. Der menschliche Körper ist eben keine Maschine, sondern
so individuell, wie die Persönlichkeiten, die er beherbergt. 3. Japanische Seilbondage - Technik und Haltung Die meisten Workshops zum Thema japanische Bondage befassen sich in erster
Linie mit der Technik. Natürlich ist eine richtige Technik die Basis
für eine sichere und funktionierende Bondage, aber nur Technik ist
wie Töpfern ohne Gefühl, Musikmachen ohne Hingabe, Sex nach
Ratgeber. Fragen zur emotionalen Haltung: Zum anderen geht es auch im engeren körperlichen Sinne um Haltung.
Japanische Bondage soll die Schönheit besonders des Passiven unterstreichen,
wenn nicht gar erst sichtbar machen. Und auch der passive Part will die
Schönheit des Fesselns nicht nur spüren, sondern auch sehen
im körperlichen Spiegel des Aktiven. Fragen während der Bondage:
Das Bondage-Handbuch, Matthias T. J. Grimme, Charon
Verlag Hamburg 1999
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