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Bondage Infos


Hier findet man die Tutorials

Hier etwas zu Bondage und Haltung

Beispiele für japanische Bondages und ihre Namen

Hamburger Schule - Wie der Drachenmann japanische Bondage sieht

Allgemeine Infos

Vorweg eine kurze Anmerkung:

Wer Bondage macht braucht dazu einen Partner, dem er vertrauen kann. Das gilt für beide Seiten. Wenn es Probleme in der Fesselung gibt und der passive Part z.B. sagt, daß seine Hände einschlafen, muß er sich darauf verlassen können, daß der aktive Part sofort reagiert und sich um die Hände kümmert. Umgekehrt muß sich der aktive Part darauf verlassen können, daß der passive Part sich sofort meldet, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist, denn nur so kann er auch auf Probleme reagieren. Ohne diese Sicherheit ist Vertrauen in einer Bondage Session nicht wirklich möglich. (Ach ja, manchmal ist der passive Part so weit weg in der Situation, daß er das Rückmelden vergisst, daher ist der aktive Part egal wie tief das Vertrauen ist, nie davon befreit, selbst zwischendurch nach dem Rechten zu sehen oder auch zu fragen).

1. Tipps & Tricks

Seine Partnerin oder seinen Partner zu fesseln, muß nicht immer in der Realität passieren, sondern kann auch ein Spiel sein, welches eher in der Phantasie stattfindet. Manchmal erweisen sich Dinge, die aus der Phantasiewelt in der Realität umgesetzt werden, als wesentlich weniger aufregend. Das spricht weder gegen die Phantasien, noch gegen den Partner mit dem man diese Vorstellungen umsetzen wollte.

Doch oft ist es genau das, wonach wir uns gesehnt haben: Endlich mit eigenen Augen zu sehen, mit den Händen greifen zu können, es am ganzen Leib zu spüren. Nicht mehr Kopfkino, sondern Fleisch und Blut. Am besten, wenn das Gegenüber genauso viel Lust hat, wie man selbst, wenn es einsteigen kann zu der gemeinsamen erotischen Reise.
Und wie es bei gemeinsamen Reisen ist: Man sollte sich vorher zumindestens über die Tatsache einer Reise als solches und die grobe Richtung einige sein. Wie das Ziel aussieht, kann ja eine Überraschung bleiben. Ein paar grundlegende Maßnahmen sorgen für Sicherheit auf dem gemeinsamen Weg.

Fesseln aus erotischen, dekorativen, künstlerischen Motiven setzt voraus, daß der Aktive weiß, was er tut und der Passive dem Aktiven eine Chance gibt, seine Befindlichkeiten deutlich wahrzunehmen. Siehe hierzu auch die Anmerkungen zu Technik und Haltung. Egal ob man sich für Baumwollschals, Lederfesseln oder Seil entscheidet, gewisse Grundkenntnisse über Sicherheit und Technik sollten vorhanden sein.
Dazu gehört, daß Fesseln nie so eng sein dürfen, daß die Gliedmaßen taub werden oder gar blau anlaufen, weil ihre Durchblutung unterbrochen wird. Eine gute Faustregel ist: Ein Finger sollte noch unter die Fessel passen (es kann ja auch der kleine Finger sein). Menschliche Gelenke lassen sich aktiv in bestimmte Richtungen bewegen, der Versuch über diese Beweglichkeit hinauszugehen, kann zu Bänderrissen, Sehnenzerrungen oder gar Brüchen führen. Die Gelenkigkeit ist bei den meisten Personen unterschiedlich ausgeprägt. Wo bei der einen die Ellbogen sich hinter dem Rücken berühren können, kann das bei der anderen Person schon zu schweren Schäden führen. Manchmal können kleine Dinge oder Handlungen große Folgen haben. Hier findet Ihr ein paar Tutorials zu Standard Bondages.

Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, eines der auf dem Markt befindlichen Bondage-Ratgeber zu lesen. Doch auch wenn wir alle Sicherheitsmaßnahmen bei unseren Spielen beherzigen, kann es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen, deren negative Folgen uns erst dann erschrecken, wenn es passiert ist. Das soll jetzt niemanden davon abhalten, weiterhin seinen Leidenschaften zu frönen, sondern dient eher als Hinweis, daß man nicht in Schreckstarre verfällt, wenn wider Erwarten etwas völlig daneben geht.

Vor kurzem ist mir folgendes passiert: nach einer Bondage klagte eines meiner Bondageopfer über ein taubes Gefühl in der rechten Hand. Das Abschnüren der Oberarmaußenseiten durch die Seile bei einer durch Zug belasteten Oberkörperbondage kann die Blutzufuhr etwas beeinträchtigen. Das war mir bekannt. Deswegen sage ich vorher, daß ich es sofort wissen will, sobald jemand das Gefühl hat, die Hände oder Arme würden einschlafen. In diesem Fall lockere ich augenblicklich die Seile. Doch diesmal verlor sich die Taubheit nicht nach einigen Minuten, sondern blieb bestehen. Die rechte Hand war bewegungsunfähig. Die Frau ging nach einigen Tagen, in denen sich nichts besserte, zum Arzt. Der Arm wurde bandagiert. Letzten Endes mußte sie 6 Wochen ohne ihren rechten Arm auskommen, was sie natürlich ziemlich sauer auf mich machte. Passiert war folgendes: Der Nervenstrang, der sonst an der Innenseite des Oberarms verläuft, lag bei ihr ausnahmsweise mehr seitlich. Dadurch wurde dieser Nerv abgeklemmt und führte zu einer zum Glück nur zeitweisen Lähmung des Armes. Aber das hätte auch schlimmer werden ausgehen können.

Der menschliche Körper ist eben keine Maschine, sondern so individuell, wie die Persönlichkeiten, die er beherbergt.

Weiterführende Literatur:

Das Bondage-Handbuch, Matthias T. J. Grimme, Charon Verlag Hamburg 1999

Bondage - Ausstieg aus der Selbstkontrolle,
Tom Schmidt, Männerschwarm Scipt Verlag, Hamburg 1999

Erotic Bondage Handbook, Jay Wiseman, Greenery Press, USA 2000 (engl.)

The Seductive Art of Japanese Bondage by Midori, Greenerypress 2001, (engl.)
Distributed by Turnaround: orders@turnaround-uk.com

www.bondageproject.de | Kontakt / Impressum
 
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