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Einige Grundprinzipien beim japanischen Fesseln

  1. Dein Fesselpartner ist kein Opfer, sondern Dein Komplize.
  2. Dein Fesselpartner ist der beste Bondage-Lehrer, wenn er die gute Rückmeldungen gibt.
  3. Hände bzw. Handgelenke lieber zu locker, als zu fest fesseln.
  4. Beim Fesseln gilt grundsätzlich das Prinzip von Zug und Gegenzug.
  5. Trifft das Seil bei der Führung auf ein schon gewickeltes Seil, geht der Weg unterhalb dieses Seils weiter - Prinzip: Seil soll immer so dicht wie möglich am Körper entlang laufen.
  6. Den Oberkörper möglichst fest fesseln, dabei darauf achten, dass die Lagen unterhalb der Brust (bein Männern unterhalb der Brustwarze) lockerer oder höchstens gleich fest sind, als die oberhalb.
  7. Bei Oberkörperfesselungen über die Arme soll die obere Seillage am besten zwischen Schultermuskel und Oberarmmuskeln laufen - das ist etwa auf Höhe der Achselhöhle.
  8. Beim Abfesseln einer länger gehaltenen Position (Arme im Nacken oder Arme auf dem Rücken), die Arme langsam zurück bewegen.
  9. Test ob mit dem Radialis-Nerv alles ok ist: Alle 2 Minuten Durchstrecken des Daumens, des Zeige- und des Mittelfingers.
  10. Störungsmeldungen haben IMMER Vorrang - Störungen müssen sofort behoben werden. ( Es gilt die 3-er Regel: Modell muss sprechen können und Störungen anzeigen, Fessler muss reagieren können. Außerdem sollte er wissen, dass jemand beim Fesseln in den Subspace abtauchen kann - dann sollte sie oder er nachfragen)
  11. Für den Notfall: Sicherheitsschere oder anderes Schneidwerkzeug (ohne scharfe Spitze) bereit haben.
  12. Nach dem Basisknoten geht das Seil immer in die Richtung weiter, in die das lange Ende zeigt.
  13. Seil welches auf anderes Seil trifft, sollte wenn es geht dort geblockt werden und nicht einfach nur darunter her laufen.
  14. Sicherungsseile sichern nur die Lagen des Seils am Körper und sollten eher locker liegen.
  15. Als Haupthänge-Seil am besten europäisches Iso-Norm-Seil verwenden und das auch nur, wenn es absolut tadellos ist.
  16. Nur aufgeräumtes und sortiertes Seil ist sofort einsetzbar.
  17. Oft ist nicht das Seil zu kurz, sondern zu locker!
  18. Seil regelmäßig überprüfen, ob es zu Einrissen oder anderen Fehlern gekommen ist. Wenn ja, taugt es fürs Bett, aber nicht mehr für Hänge-Bondages.
  19. Abfesseln ist Teil der Bondage-Session und nicht das Ende.
  20. Beim Verschieben des Seils an Körper gilt - mit dem Finger unter die Seillagen gehen, Seil vom Körper abziehen und von vorne nach hinten den Finger bewegen um das Seil mehr nach oben oder unten zu verschieben. Mit der freien Hand gegenhalten, damit man seinen Partner nicht umreißt.
  21. Übrigens - der japanische Fesselmeister Yukimura Haruki sagt: Hängebondage ist für die Bühne und für Angeber. Ich sage, natürlich ist das intensive Körpererlebnis beim Hängen verständlicherweise sehr spannend, aber Nähe und Kontakt zueinander erreicht man besser beim Fesseln am Boden.


    Eine nützliche Vorbereitung für die- bzw. denjenigen die bzw. der sich fesseln läßt, und natürlich auch für jeden Fessler: Clover von Kinkyclover hat eine sehr gute Info-Broschüre (PDF zum Download) für Bondage-Modelle und ihre Partner zusammengestellt.

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